Wie Unternehmen nahezu null Steuern zahlen

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Ausführliche Erklärung der legalen Strategien, mit denen Unternehmen ihre Steuerlast minimieren – von internationalen Konzernen bis zu kleinen Betrieben, mit konkreten Rechenbeispielen und praktischen Tipps.

Wie können große Konzerne trotz Milliardengewinnen kaum Steuern zahlen? In diesem umfassenden Artikel erfahren Sie die legalen Strategien, die große Unternehmen nutzen, und welche davon auch für kleinere Firmen anwendbar sind. Große Konzerne nutzen legale Steuerschlupflöcher und internationale Strukturen - Lizenzgebühren an Tochtergesellschaften in Niedrigsteuerländern sind sehr effektiv - Verlustvorträge und Verlustrückträge können Steuerlast für Jahre reduzieren - Investitionsabzugsbeträge ermöglichen vorweggenommene Abschreibungen - Doppelbesteuerungsabkommen verhindern Steuerzahlungen in mehreren Ländern - Viele Strategien funktionieren auch für kleine und mittlere Unternehmen - Grenzen zwischen legal und illegal sind klar definiert ## Strategie 1: Gewinnverlagerung durch Lizenzgebühre Die wohl bekannteste Strategie großer Konzerne ist die Verlagerung von Gewinnen durch Lizenzgebühren. Dabei zahlt eine Tochtergesellschaft in einem Hochsteuerland Lizenzgebühren an eine andere Tochtergesellschaft in einem Niedrigsteuerland. So funktioniert es im Detail: • Konzern gründet Holding in Niedrigsteuerland wie Irland (12,5 Prozent Steuern) • Holding besitzt alle Markenrechte und Patente • Deutsche Tochtergesellschaft zahlt hohe Lizenzgebühren an Holding • Deutsche Tochter macht dadurch nur geringen Gewinn • Gewinn entsteht in Irland und wird dort niedrig besteuert Tech-Konzern TechGlobal AG TechGlobal AG hat eine deutsche GmbH mit 100 Millionen Euro Umsatz. Die GmbH produziert Software und müsste eigentlich 30 Millionen Euro Gewinn machen. Ohne Optimierung: 30 Millionen Gewinn mal 30 Prozent Körperschaftssteuer gleich 9 Millionen Euro Steuern. Mit Lizenzstrategie: Die deutsche GmbH zahlt 25 Millionen Euro Lizenzgebühren an die irische Holding. Verbleibender Gewinn in Deutschland: nur noch 5 Millionen Euro. Steuern in Deutschland: 1,5 Millionen Euro. Die irische Holding erhält 25 Millionen Euro Lizenzgebühren. Steuern in Irland bei 12,5 Prozent: 3,125 Millionen Euro. Gesamtsteuerlast: 1,5 plus 3,125 gleich 4,625 Millionen Euro statt 9 Millionen Euro. Ersparnis: 4,375 Millionen Euro oder 48,6 Prozent. ## Strategie 2: Verlustvorträge maximieren Eine völlig legale Strategie, die auch kleine Unternehmen nutzen können, sind Verlustvorträge. Verluste aus früheren Jahren können mit Gewinnen späterer Jahre verrechnet werden. Wie Verlustvorträge funktionieren: • Im ersten Jahr macht Ihr Unternehmen 200.000 Euro Verlust • Dieser Verlust wird gespeichert • Im zweiten Jahr machen Sie 300.000 Euro Gewinn • Sie verrechnen 200.000 Euro Verlust mit dem Gewinn • Zu versteuern bleiben nur 100.000 Euro statt 300.000 Euro Besonders clever: Verlustrücktrag • Verluste können auch ein Jahr zurückgetragen werden • Maximal 10 Millionen Euro Rücktrag möglich • Sie erhalten bereits gezahlte Steuern zurück Startup InfoTech GmbH nutzt Verlustvorträge InfoTech GmbH entwickelt eine neue Software. Die Entwicklungsphase daürt drei Jahre mit folgenden Ergebnissen: Jahr 1: 500.000 Euro Verlust durch Entwicklungskosten. Steuern: 0 Euro. Verlust wird vorgetragen. Jahr 2: 300.000 Euro Verlust durch weiteren Ausbau. Steuern: 0 Euro. Gesamter Verlustvortrag: 800.000 Euro. Jahr 3: 200.000 Euro Gewinn durch erste Verkäufe. Verrechnung mit Verlustvortrag. Zu versteuern: 0 Euro. Verbleibender Verlustvortrag: 600.000 Euro. Jahr 4: 1.000.000 Euro Gewinn durch Markterfolg. Verrechnung mit Verlustvortrag von 600.000 Euro. Zu versteuern: 400.000 Euro. Steuern bei 30 Prozent: 120.000 Euro. Ohne Verlustvortrag hätte InfoTech im Jahr 4 auf die vollen 1.000.000 Euro Steuern zahlen müssen, also 300.000 Euro. Mit Verlustvortrag: nur 120.000 Euro. Ersparnis: 180.000 Euro. ## Strategie 3: Investitionsabzugsbetrag nutze Der Investitionsabzugsbetrag ist ein unterschätztes Steuersparwerkzeug. Sie können bis zu 50 Prozent einer geplanten Investition bereits bis zu drei Jahre im Voraus absetzen. Funktionsweise des Investitionsabzugsbetrags: • Sie planen Investition von 100.000 Euro in drei Jahren • Sie können bereits jetzt 50.000 Euro vom Gewinn abziehen • Ihre Steuerlast sinkt sofort • In drei Jahren holen Sie die Abschreibung nach Voraussetzungen: • Betriebsvermögen darf 235.000 Euro nicht überschreiten • Investition muss in drei Jahren erfolgen • Wirtschaftsgut muss mindestens zwei Jahre im Betrieb bleiben Handwerksbetrieb Schmidt GmbH plant Maschine Schmidt GmbH plant in zwei Jahren den Kauf einer Maschine für 200.000 Euro. Im aktüllen Jahr macht die GmbH 150.000 Euro Gewinn. Ohne Investitionsabzugsbetrag: 150.000 Euro Gewinn mal 30 Prozent gleich 45.000 Euro Steuern. Mit Investitionsabzugsbetrag: Schmidt zieht 100.000 Euro (50 Prozent von 200.000) vom Gewinn ab. Verbleibender Gewinn: 50.000 Euro. Steuern: 15.000 Euro. Sofortige Ersparnis: 30.000 Euro. In zwei Jahren kauft Schmidt die Maschine für 200.000 Euro. Die normale Abschreibung würde über zehn Jahre laufen, also 20.000 Euro pro Jahr. Wegen des Investitionsabzugsbetrags wird die Bemessungsgrundlage aber auf 100.0

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