Schufa und Bonität: Was Sie wissen müssen
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Dieser Artikel erklärt, wie die Schufa Ihren Score berechnet, welche Auswirkungen er auf Ihr Finanzleben hat und welche konkreten Massnahmen Ihre Bonität verbessern.
Wie die Schufa funktioniert, was Ihren Score beeinflusst und wie Sie Ihre Bonität gezielt verbessern können.
## Was die Schufa ist und wie sie funktioniert Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist Deutschlands grösste Wirtschaftsauskunftei. Sie sammelt Informationen über das Zahlungsverhalten von rund 68 Millionen Bundesbürgern und berechnet daraus einen Score — eine Zahl zwischen 0 und 100, die Ihre statistische Kreditwürdigkeit ausdrückt. Banken, Vermieter, Mobilfunkanbieter, Online-Händler und andere Unternehmen fragen diesen Score ab, bevor sie mit Ihnen einen Vertrag abschließen, und entscheiden auf dieser Basis, ob und zu welchen Konditionen sie mit Ihnen Geschäfte machen. Die Schufa erhält ihre Daten von ihren Vertragspartnern: Banken melden Konto- und Krediteröffnungen, Kreditkarten, Leasingverträge und vor allem Zahlungsstörungen. Telekommunikationsanbieter melden Mobilfunkverträge und offene Rechnungen. Versandhändler melden Ratenkaufvereinbarungen. Öffentliche Verzeichnisse liefern Informationen über Mahnbescheide, Vollstreckungstitel und Insolvenzverfahren. Rund 9.500 Vertragspartner speisen Daten ein und fragen Daten ab. ## Der Schufa-Score erklärt Der Basisscore liegt zwischen 0 und 100 Prozent und drückt die statistische Wahrscheinlichkeit aus, dass Sie Ihre Zahlungsverpflichtungen vertragsemäss erfüllen werden. Ein Score von 97,5 Prozent bedeutet: Von 1.000 Personen mit ähnlichem Profil haben statistisch 975 ihre Verpflichtungen erfüllt und 25 nicht. Werte über 97 Prozent gelten als sehr gut, 95 bis 97 als gut, 90 bis 95 als zufriedenstellend, 80 bis 90 als erhöhtes Risiko, und unter 80 als deutlich erhöhtes bis inakzeptables Risiko. Die genaü Berechnung des Scores ist ein Geschäftsgeheimnis der Schufa, aber bekannte Einflussfaktoren sind: Ihr bisheriges Zahlungsverhalten (der mit Abstand wichtigste Faktor — jede negative Meldung wie ein Mahnbescheid oder eine Kontokeundigung senkt den Score drastisch), die Anzahl und Art Ihrer Kreditkonten, die Daür Ihrer Kredithistorie, die Häufigkeit von Kreditanfragen in jüngster Zeit, und Ihre Adressdaten (statistisch korrelieren bestimmte Wohngegenden mit bestimmtem Zahlungsverhalten — ein umstrittener Faktor). ## Ihren Score abfragen und prüfen Sie haben das gesetzliche Recht, einmal jährlich eine kostenlose Datenkopie bei der Schufa anzufordern (nach Artikel 15 DSGVO). Diese sogenannte Datenübersicht enthält alle über Sie gespeicherten Informationen und Ihren aktüllen Basisscore. Fordern Sie diese Kopie unter meineschufa.de an — dort finden Sie den Bereich "Datenkopie nach Artikel 15 DS-GVO", der kostenlos ist (nicht verwechseln mit den kostenpflichtigen Premium-Angeboten). Prüfen Sie die Daten sorgfältig auf Fehler. Studien zeigen, dass ein erheblicher Anteil aller Schufa-Einträge fehlerhaft oder veraltet ist. Häufige Fehler sind: längst bezahlte Forderungen, die noch als offen gemeldet sind, Verwechslungen mit Namensvettern, doppelte Einträge für denselben Sachverhalt, oder Verträge, die Sie nie abgeschlossen haben (möglicherweise ein Hinweis auf Identitätsdiebstahl). Fehlerhafte Einträge können Sie schriftlich bei der Schufa beanstanden — diese muss dann innerhalb von 30 Tagen prüfen und gegebenenfalls löschen. ## Score verbessern Die wichtigste Maßnahme für einen guten Schufa-Score ist trivial: Zahlen Sie alle Rechnungen pünktlich. Kein anderer Faktor beeinflusst Ihren Score so stark wie Ihr tatsächliches Zahlungsverhalten. Selbst ein einzelner Mahnbescheid oder eine gekündigte Kreditkarte wegen Zahlungsverzug kann Ihren Score um 20 oder mehr Punkte senken und beeinträchtigt Ihre Bonität über Jahre hinweg (negative Einträge werden drei Jahre nach Erledigung gelöscht). Vermeiden Sie es, in kurzer Zeit viele Kredit-Anfragen zu stellen — jede Anfrage wird gespeichert und mehrere in kurzer Folge signalisieren finanzielle Schwierigkeiten. Unterscheiden Sie dabei zwischen einer "Kreditanfrage" (wird zehn Tage gespeichert und ist für andere nicht sichtbar — die richtige Wahl für Zinsvergleiche) und einer "Anfrage Kreditkonditionen" (wird zwölf Monate gespeichert und ist für andere sichtbar). Achten Sie darauf, dass Ihre Bank eine Konditionsanfrage stellt, nicht eine Kreditanfrage. ## Schufa und Gründung Als Gründer ist Ihre persönliche Bonität besonders wichtig, weil Ihr Unternehmen noch keine eigene Kredithistorie hat. Banken, Vermieter von Geschäftsräumen und sogar manche Lieferanten prüfen Ihre persönliche Schufa, bevor sie mit Ihnen zusammenarbeiten. Ein schlechter Score kann bedeuten, dass Sie keinen Geschäftskredit erhalten, keine Geschäftsräume anmieten können, keinen Firmenmobilfunkvertrag bekommen oder bei Lieferanten nur gegen Vorkasse bestellen können. Kümmern Sie sich deshalb schon vor der Gründung um eine saubere Schufa: Lösen Sie offene Forderungen auf, kündigen Sie unbenutzte Kreditkarten und Girokonten (viele ungenutzte Konten können den Score negativ beeinflussen), und korrigieren Sie fehlerhafte Einträge. Falls Ihr Score durch vergangene Probleme belastet ist, beachten Sie die Löschfristen: Die meisten negativen Eint
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