Firmenwebsite erstellen: Selber machen oder erstellen lassen? Alle Optionen im Vergleich
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Sie brauchen eine Website für Ihr Unternehmen — aber welcher Weg ist der richtige? Wir vergleichen alle Optionen: vom kostenlosen Baukasten bis zur professionellen Agentur. Mit konkreten Plattformen, Preisen und Empfehlungen.
Alle Möglichkeiten für Ihre Firmenwebsite: Homepage-Baukasten, WordPress, Webdesign-Agentur oder Freelancer. Mit Kosten, Vor- und Nachteilen.
## Warum eine Firmenwebsite heute unverzichtbar ist Eine professionelle Internetpräsenz ist für jedes Unternehmen längst keine Option mehr, sondern eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Rund 80 Prozent aller Konsumenten recherchieren online, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen oder einen Dienstleister beauftragen. Selbst rein lokale Geschäfte — der Friseursalon um die Ecke, die kleine Schreinerei, die freiberufliche Steuerberaterin — verlieren täglich potenzielle Kunden, wenn sie online nicht auffindbar sind. Dabei geht es nicht nur um Sichtbarkeit. Eine Website schafft Vertraün. Wer heute ein Unternehmen ohne Website findet, fragt sich unwillkürlich, ob es dieses Unternehmen überhaupt noch gibt. Die Website ist Ihre digitale Visitenkarte, Ihr Schaufenster und Ihr Vertriebler — rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Sie beantwortet die wichtigsten Fragen Ihrer Kunden, noch bevor diese zum Telefon greifen. Die gute Nachricht: Der Weg zur eigenen Firmenwebsite ist heute so einfach und günstig wie nie. Sie müssen weder programmieren können noch ein großes Budget mitbringen. Entscheidend ist, dass Sie die verschiedenen Optionen kennen und die richtige für Ihre Situation wählen. ## Die vier Wege zur eigenen Firmenwebsite Es gibt grundsätzlich vier Wege, wie Sie zu einer professionellen Firmenpräsenz im Internet kommen. Jeder hat seine Berechtigung — und keiner ist per se besser oder schlechter als die anderen. Welcher Weg der richtige ist, hängt von drei Faktoren ab: Ihrem verfügbaren Budget, Ihrer verfügbaren Zeit und Ihrem Qualitätsanspruch. ### Homepage-Baukasten: Die schnelle Lösung Homepage-Baukästen wie Jimdo, Wix, Squarespace oder IONOS MyWebsite richten sich an Menschen ohne technische Vorkenntnisse. Sie wählen eine Vorlage, passen Farben und Schriften an, fügen Ihre Texte und Bilder ein — fertig. Das Prinzip ist ähnlich wie bei PowerPoint: Sie sehen sofort, wie das Ergebnis aussieht, und arbeiten mit Drag-and-Drop. Die Kosten bewegen sich zwischen null und etwa 40 Euro pro Monat, wobei die kostenlosen Tarife meist Werbung des Anbieters auf Ihrer Seite einblenden und keine eigene Domain ermöglichen. Für eine seriös wirkende Firmenpräsenz sollten Sie mindestens den günstigsten Bezahltarif wählen, der in der Regel zwischen 9 und 15 Euro pro Monat liegt und eine eigene .de-Domain sowie den Wegfall der Fremdwerbung beinhaltet. Jimdo und IONOS haben ihren Sitz in Deutschland und sind von Haus aus DSGVO-konform aufgestellt — ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn Sie sich nicht selbst um Cookie-Banner und Datenschutzerklärungen kümmern möchten. Wix und Squarespace bieten zwar ebenfalls entsprechende Funktionen, erfordern aber etwas mehr Eigeninitiative bei der rechtskonformen Konfiguration. Der größte Nachteil von Baukästen zeigt sich erst mit der Zeit: Wenn Ihr Unternehmen wächst und Ihre Anforderungen komplexer werden, stoßen Sie an Grenzen. Ein Baukasten eignet sich hervorragend für eine Präsenzwebsite mit fünf bis zehn Seiten. Für einen Online-Shop mit 500 Produkten, ein Kundenportal oder eine mehrsprachige Website ist er jedoch die falsche Wahl. Die realistische Zeitinvestition liegt bei ein bis drei Tagen für eine fertige, ansehnliche Website — vorausgesetzt, Sie haben Ihre Texte und Bilder bereits vorbereitet. Unterschätzen Sie diesen Punkt nicht: Die technische Erstellung geht schnell, aber das Schreiben guter Texte daürt deutlich länger als erwartet. ### WordPress: Die flexible Lösung WordPress betreibt über 43 Prozent aller Websites weltweit — vom kleinen Blog bis zum Onlinemagazin mit Millionenreichweite. Diese Verbreitung hat einen Grund: WordPress bietet ein Höchstmass an Flexibilität bei vergleichsweise geringen Kosten. Im Gegensatz zu einem Baukasten müssen Sie bei WordPress Hosting und Domain selbst buchen. Empfehlenswerte deutsche Hoster sind All-Inkl.de (ab etwa 5 Euro pro Monat), Raidboxes (ab 15 Euro pro Monat, dafür auf WordPress spezialisiert und extrem schnell) sowie IONOS (ab 4 Euro pro Monat mit 1-Click-Installation). Die Domain kostet zusätzlich 10 bis 15 Euro pro Jahr, ist bei vielen Hostern im ersten Jahr aber inklusive. Die eigentliche Stärke von WordPress liegt in seinem Plugin-System. Es gibt über 60.000 kostenlose Plugins, die Ihre Website um praktisch jede erdenkliche Funktion erweitern: Kontaktformulare, SEO-Optimierung, Online-Terminbuchung, Newsletter-Anbindung, Mehrsprachigkeit, Online-Shop-Funktionalität — alles ist möglich, ohne eine Zeile Code zu schreiben. Diese Flexibilität hat allerdings ihren Preis: Einarbeitung. Rechnen Sie mit ein bis zwei Wochen, bis Sie sich sicher im System bewegen. Sie müssen verstehen, wie Themes funktionieren, welche Plugins sinnvoll sind und wie Sie regelmäßige Updates durchführen. Denn anders als beim Baukasten sind Sie selbst für die Sicherheit und Wartung Ihrer Website verantwortlich. Ein nicht aktualisiertes WordPress mit veralteten Plugins ist eines der häufigsten Einfallstore für Hackerangriffe auf kleine Unternehmen. W
Haeufig gestellte Fragen
Was kostet eine professionelle Website erstellen lassen?
Die Kosten hängen stark vom Umfang und Anbieter ab. Eine einfache Präsenzwebsite (5-10 Seiten) kostet bei einem Freelancer zwischen 2.000 und 5.000 Euro, bei einer Agentur 5.000-15.000 Euro. Ein Online-Shop mit Zahlungssystem liegt bei 5.000-20.000 Euro. Komplexe individuelle Webanwendungen können 20.000-100.000+ Euro kosten. Diese Preise beinhalten in der Regel Design, Programmierung, responsive Anpassung für Mobilgeräte, grundlegende SEO-Einrichtung und eine Einführung ins Backend. Nicht enthalten sind meist: laufendes Hosting (5-50 Euro/Monat), Wartung und Updates (50-200 Euro/Monat), Content-Erstellung (Texte und Fotos) und spätere Erweiterungen. Holen Sie immer mindestens 3 Angebote ein und achten Sie auf ein detailliertes Pflichtenheft, das genau beschreibt, was für den Preis geliefert wird.
Wie lange dauert die Erstellung einer Website?
Das variiert erheblich je nach Methode: Mit einem Baukasten (Jimdo, Wix) können Sie eine einfache Website an einem Wochenende selbst erstellen - 1-3 Tage reichen für eine solide Grundversion. Mit WordPress selbst aufgesetzt brauchen Sie etwa 1-2 Wochen Einarbeitung und Aufbau. Ein Freelancer liefert eine einfache Firmenwebsite in der Regel nach 2-4 Wochen. Bei einer Agentur dauert es oft 4-8 Wochen (inklusive Briefing, Designentwurf, Abstimmungsrunden, Programmierung und Testing). Komplexere Projekte mit Online-Shop oder individuellen Funktionen können 2-4 Monate oder länger dauern. Der häufigste Verzögerungsgrund ist übrigens nicht die Technik, sondern fehlende Inhalte: Wenn Sie Texte und Fotos erst noch erstellen müssen, planen Sie dafür zusätzlich 2-4 Wochen ein.
Brauche ich ein Impressum und eine Datenschutzerklärung?
Ja, beides ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und muss von jeder Unterseite mit maximal zwei Klicks erreichbar sein (üblicherweise als Link im Footer). Das Impressum (§5 TMG) muss enthalten: vollständiger Name/Firmenname, Anschrift (kein Postfach!), E-Mail-Adresse, Telefonnummer, bei eingetragenen Firmen die Handelsregisternummer und das Registergericht, die Umsatzsteuer-ID falls vorhanden, und bei bestimmten Berufen die Aufsichtsbehörde. Die Datenschutzerklärung (Art. 13 DSGVO) muss erklären, welche Daten Sie erheben, warum und wie lange. Fehlt eines von beidem, drohen Abmahnungen mit Kosten von 1.000-5.000 Euro. Nutzen Sie kostenlose Generatoren (z.B. eRecht24, Kanzlei Siebert) für eine rechtssichere Erstellung.
Selber machen oder machen lassen?
Das hängt von drei Faktoren ab: Ihrem Budget, Ihrer verfügbaren Zeit und dem Anspruch an die Website. Selber machen lohnt sich wenn Sie ein begrenztes Budget haben (unter 2.000 Euro), technisch nicht ganz unaffin sind, und eine Standard-Firmenwebsite (Über uns, Leistungen, Kontakt) ausreicht. Machen lassen ist besser wenn Ihre Website ein zentrales Verkaufsinstrument ist (Online-Shop, Dienstleister der über Google Kunden gewinnen will), wenn Sie einen professionellen individuellen Auftritt brauchen (Architekturbüro, Anwaltskanzlei), oder wenn Ihre Zeit als Unternehmer wertvoller ist als die Kosten für einen Webdesigner. Faustformel: Wenn Sie in der Zeit, die Sie für die Website brauchen würden (40-80 Stunden), mehr als den Freelancer-Preis verdienen könnten, lassen Sie es machen.