Staatliche Förderprogramme: Der komplette Überblick für Gründer und Unternehmer

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Über 2.000 Förderprogramme stehen Gründern in Deutschland zur Verfügung. Dieser Leitfaden zeigt die wichtigsten Programme von Bund, Ländern und EU.

Von BAFA über Landesförderbanken bis EU-Mittel: Alle relevanten Förderprogramme für Gründer, KMU und Selbstständige in Deutschland.

## Staatliche Förderprogramme: Der komplette Überblick für Gründer und Unternehmer Deutschland verfügt über eine der umfangreichsten Förderlandschaften weltweit. Über 2.000 verschiedene Förderprogramme stehen Gründern und Unternehmern auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zur Verfügung. Diese reichen von günstigen Krediten über nicht rückzahlbare Zuschüsse bis hin zu Beteiligungskapital und Bürgschaften. Die Vielfalt ist Segen und Fluch zugleich: Wer das passende Programm findet, erhält substanzielle Unterstützung – doch die Orientierung in diesem Förderdschungel fällt vielen Gründern schwer. Dieser Artikel gibt einen strukturierten Überblick über die wichtigsten Programme und zeigt, wie Sie die richtige Förderung für Ihr Vorhaben finden. ## Die Förderlandschaft in Deutschland verstehen Das deutsche Fördersystem basiert auf mehreren Säulen, die sich ergänzen und teilweise kombinieren lassen. Die erste Säule bilden die Förderkredite, also zinsgünstige Darlehen mit besonderen Konditionen wie tilgungsfreien Anlaufjahren oder Haftungsfreistellungen. Die zweite Säule sind nicht rückzahlbare Zuschüsse, die direkt den Eigenkapitalbedarf reduzieren. Die dritte Säule umfasst Beteiligungskapital aus öffentlichen Fonds, die sich an jungen Unternehmen beteiligen. Ergänzt werden diese durch Bürgschaften, die fehlende Sicherheiten ersetzen, sowie durch Beratungsförderung, die professionelle Unterstützung bezuschusst. Das System ist föderalistisch organisiert. Neben den bundesweiten Programmen der KfW und des Bundeswirtschaftsministeriums existieren in jedem Bundesland eigene Förderinstitute und Programme, die auf die regionalen Wirtschaftsstrukturen zugeschnitten sind. Zusätzlich gibt es kommunale Fördertöpfe und EU-Programme, die über nationale oder regionale Stellen ausgereicht werden. Diese Vielschichtigkeit bedeutet, dass es für fast jedes Gründungsvorhaben eine passende Förderung gibt – man muss sie nur finden. Ein grundlegendes Prinzip der deutschen Förderlandschaft ist die Subsidiarität: Öffentliche Förderung soll private Finanzierung ergänzen, nicht ersetzen. Kein Förderprogramm finanziert ein Vorhaben zu hundert Prozent. Sie müssen immer einen Eigenanteil erbringen, der je nach Programm zwischen zehn und fünfzig Prozent liegt. Außerdem gilt fast überall das Prinzip der Vorhabensgebundenheit: Die Förderung muss vor Beginn des Vorhabens beantragt werden. ## EXIST: Förderung aus der Hochschule heraus Das EXIST-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz richtet sich speziell an Gründer aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Es besteht aus mehreren Teilprogrammen, die verschiedene Phasen der akademischen Gründung abdecken. Das EXIST-Gründerstipendium ist das bekannteste Teilprogramm und finanziert Gründerteams aus Hochschulen für bis zu zwölf Monate. Einzelgründer erhalten monatlich 2.500 Euro, Promovierte 3.000 Euro und technische Mitarbeiter 2.000 Euro. Zusätzlich stehen bis zu 30.000 Euro für Sachausgaben und bis zu 5.000 Euro für Coaching zur Verfügung. Das Stipendium ist nicht rückzahlbar und ermöglicht es, sich voll auf die Entwicklung des Geschäftskonzepts und die Gründungsvorbereitung zu konzentrieren. Der EXIST-Forschungstransfer geht einen Schritt weiter und finanziert forschungsbasierte Gründungsvorhaben mit bis zu 250.000 Euro in der ersten Phase und weiterer Beteiligungsfinanzierung in der zweiten Phase. Dieses Programm ist für technologisch anspruchsvolle Gründungen gedacht, bei denen noch erheblicher Entwicklungsaufwand nötig ist, bevor ein markttaugliches Produkt entsteht. Voraussetzung für alle EXIST-Programme ist die Anbindung an eine Hochschule oder Forschungseinrichtung. Die Gründung darf noch nicht vollzogen sein, und mindestens ein Teammitglied muss einen aktuellen Bezug zur Hochschule haben – als Studierender, Absolvent innerhalb der letzten fünf Jahre oder wissenschaftlicher Mitarbeiter. Die Hochschule muss das Vorhaben unterstützen und Räumlichkeiten sowie Infrastruktur zur Verfügung stellen. ## KfW-Förderprogramme für Gründer und Unternehmer Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet das breiteste Spektrum an Förderkrediten für Gründer und bestehende Unternehmen. Der ERP-Gründerkredit StartGeld richtet sich an Existenzgründer und junge Unternehmen mit einem Finanzierungsbedarf von bis zu 125.000 Euro. Das Programm zeichnet sich durch eine achtzigprozentige Haftungsfreistellung aus, die die Kreditvergabe auch ohne umfangreiche Sicherheiten ermöglicht. Die Zinssätze liegen deutlich unter dem Marktniveau, und tilgungsfreie Anlaufjahre schonen die Liquidität in der Startphase. Für größere Vorhaben steht der ERP-Gründerkredit Universell mit Kreditbeträgen bis zu 25 Millionen Euro zur Verfügung. Etablierte Unternehmen können den KfW-Unternehmerkredit nutzen, der Investitionen und Betriebsmittel finanziert. Ergänzend bietet die KfW spezielle Programme für Digitalisierung, Energieeffizienz und Innovation an, die besonders günstige Konditionen für zukunftsgerichtete Inves

Themen: förderung, bafa, landesbank, zuschuss, eu-förderung