EXIST-Gründerstipendium: Bis zu 150.000 Euro für Ihre Gründung

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Das EXIST-Gründerstipendium bietet bis zu 150.000 Euro für innovative Gründungen aus der Wissenschaft. Alle Infos zu Voraussetzungen, Bewerbung und Ablauf.

## Was das EXIST-Gründerstipendium bietet Das EXIST-Gründerstipendium ist eines der attraktivsten Förderprogramme für innovative Gründungen in Deutschland. Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), ermöglicht es Studierenden, Absolventinnen und Absolventen sowie Wissenschaftlern, ihre Geschäftsidee bis zur Marktreife zu entwickeln — mit bis zu 150.000 Euro als nicht rückzahlbarem Zuschuss. Das Geld muss also weder verzinst noch zurückgezahlt werden, unabhängig davon, ob die Gründung letztlich erfolgreich ist. Die Förderung läuft über zwölf Monate und sichert den Lebensunterhalt der Gründungsteams (bis zu drei Personen), finanziert Sachausgaben für die Produktentwicklung und stellt ein Budget für Coaching und Beratung bereit. Promovierende erhalten monatlich 3.000 Euro, Absolventen mit Hochschulabschluss 2.500 Euro und Studierende 1.000 Euro Lebensunterhalt. Zusätzlich stehen bis zu 10.000 Euro für Sachkosten (Materialien, Prototypen, Software-Lizenzen) und bis zu 5.000 Euro für Coaching zur Verfügung. ## Wer sich bewerben kann Das Programm richtet sich an drei Zielgruppen: Studierende, die mindestens die Hälfte ihres Studiums absolviert haben; Absolventinnen und Absolventen, deren Abschluss nicht länger als fünf Jahre zurückliegt; und Wissenschaftler an Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Entscheidend ist eine Anbindung an eine Hochschule — das EXIST-Stipendium wird nicht an Einzelpersonen vergeben, sondern an eine Hochschule, die als Gast-Institution fungiert und dem Team Arbeitsräume, Infrastruktur und einen Mentor zur Verfügung stellt. Die Geschäftsidee muss innovativ und technologisch anspruchsvoll sein — oder zumindest auf einer wissenschaftlichen Erkenntnis basieren. Reine Handelskonzepte, gastronomische Ideen oder einfache Dienstleistungen ohne innovativen Kern werden nicht gefördert. Das Bundesministerium möchte mit EXIST explizit Wissens- und Technologietransfer aus der Forschung in die Wirtschaft unterstützen. ## Der Bewerbungsprozess Die Bewerbung läuft über Ihre Hochschule, genaür über deren Gründungsförderung oder Transferstelle. Diese kennt die Anforderungen, hat Erfahrung mit erfolgreichen Anträgen und unterstützt Sie bei der Antragstellung. Der erste Schritt sollte immer ein Gespräch mit der Gründungsberatung Ihrer Hochschule sein — dort erfahren Sie, ob Ihre Idee förderfähig ist und welche Voraussetzungen Sie noch erfüllen müssen. Der Antrag selbst umfasst eine ausführliche Darstellung der Geschäftsidee inklusive Innovationsgehalt und Marktpotenzial, einen Arbeits- und Zeitplan für die zwölf Monate Förderzeit, Lebensläufe aller Teammitglieder, eine Bestätigung der Hochschule als Gast-Institution sowie einen Finanzplan. Die Begutachtung erfolgt durch ein externes Expertengremium und daürt in der Regel acht bis zwölf Wochen. Die Bewilligungsquote liegt bei etwa 40 bis 50 Prozent — gut vorbereitete Anträge mit einem klaren innovativen Kern haben deutlich höhere Chancen. ## Was Sie während der Förderzeit beachten müssen Die Förderzeit von zwölf Monaten ist dafür gedacht, Ihre Geschäftsidee von der Konzeptphase zur Gründungsreife zu bringen. Am Ende soll ein tragfähiges Geschäftskonzept stehen, idealerweise mit einem funktionierenden Prototyp oder ersten Pilotkunden. Sie müssen regelmäßig über Ihren Fortschritt berichten und an vorgeschriebenen Coaching-Maßnahmen teilnehmen. Während der Förderzeit dürfen Sie noch keine gewerbliche Tätigkeit ausüben — die tatsächliche Unternehmensgründung erfolgt erst nach oder am Ende der Stipendienzeit. Nutzen Sie die zwölf Monate strategisch: Validieren Sie Ihre Geschäftsidee früh durch Gespräche mit potenziellen Kunden, baün Sie einen funktionsfähigen Prototyp, testen Sie Ihre Annahmen zum Marktpotenzial und entwickeln Sie einen realistischen Businessplan. Am Ende der Förderzeit sollten Sie in der Lage sein, entweder mit eigenen Mitteln zu gründen, einen Investoren zu überzeugen oder eine Anschlussförderung wie EXIST-Forschungstransfer zu beantragen — dieses Folgeprogramm stellt bis zu 250.000 Euro für die erste Unternehmensphase bereit. ## Tipps für einen erfolgreichen Antrag Das Expertengremium bewertet vor allem drei Kriterien: den Innovationsgehalt der Idee (Was ist neu? Was ist der Unterschied zum Stand der Technik?), das Marktpotenzial (Ist der adressierbare Markt groß genug für ein tragfähiges Unternehmen?) und die Qualifikation des Teams (Bringen die Teammitglieder die notwendigen fachlichen und unternehmerischen Kompetenzen mit?). Stärken Sie Ihren Antrag, indem Sie zu jedem dieser drei Punkte konkrete, nachprüfbare Belege liefern — keine allgemeinen Behauptungen, sondern Daten, Referenzen und spezifische Ergebnisse.

Themen: EXIST, Förderprogramm, Startup, Gründung, Stipendium